Samstag, 16. Januar 2010

Vulkane und Araukarien

Endlich scheint die Sonne und wir können den lang ersehnten Beach-Tag an der Laguna Icalma einlegen. Der Campingplatz hier am Strand ist für südamerikanische Verhältnisse recht ruhig. Die Gute-Laune-Musik des Nachbarautos hat zum Glück aufgehört zu dudeln, nachdem die Familie vergeblich versucht hat, ihr 6 Personen-Zelt aufzustellen. Aber wir können gut lachen. Wie sich heute herausgestellt hat, haben wir die 8 kg Zusatzlast für unser Vorzelt inkl. Seitenwand umsonst mitgeschleppt. Es fehlen in den 2 Säcken, die wir mitgenommen haben, ein paar Haken und Bänder, um es richtig aufzustellen. Super. Jetzt landen die Dinger ganz weit hinten im Gepäckfach....
Die Tage vorher wurde das Wetter nicht besser, und so probierten wir die Fahrt in den Nationalpark Conguillio am Vulkan Llaima entlang. Es ist der aktivste Vulkan Chiles, der letzte Ausbruch war im April 2009. Auf der Fahrt durch einen mystisch nebligen Wald aus Araukarien, Coihues und Bambus kreuzt der Weg immer wieder Lavazungen, die je nach Alter unterschiedlich stark bewachsen sind. Die Fahrt war wirklich spannend, ein Spassgelände für den syncro, und wir möchten das Erlebnis, den Park und seinen Wald bei diesem Wetter erlebt zu haben, nicht missen.

Als wir am Abend auf dem Campingplatz am Lago Conguillio ankamen, hörte es allmählich auf zu regnen und die Sonne kam heraus. Das Geld, das  man sich beim Eintritt in den Nationalpark spart, zahlt man für den teuren Campingplatz, der dann aber auch mit Unterbrechungen warmes Duschwasser anbieten kann.
Am nächsten Tag machten wir einen Spaziergang zur „Mutter der Araukarien“, welche zwischen 1200 und 1800 Jahren alt sein soll, 2m Stammdurchmesser und knapp 50m hoch. Araukarien wachsen erst ab einer Höhe von 800 m ü.N.N. und es soll sie schon vor den Dinosauriern gegeben haben. Die Bäume sehen wirklich bizarr aus. Aber auch der Wald aus uralten Coihues ist beeindruckend. 
Danach ging es vorbei an der Laguna Arco Iris, welche nach einem Vulkanausbruch 1957 entstanden ist und in der man in schillernd bunten Farben noch die Baumstümpfe des Waldes noch sehen kann.

Endlich wolkenlos sah man den grossen Llaima in der Ferne und die Spuren der Lavafelder, die er in die Landschaft gespuckt hat. 

Wir haben dann die Ruta Interlagos noch komplettiert und sind die Schotterpisten am Vulkan Lonquimay (sehr empfehlenswert) und am Vulkan Tolhuaca (gar nicht empfehlenswert) entlang gefahren.
Demnächst erreichen wir den dicht besiedelten Mittelteil von Chile Richtung Santiago. Dort werden wir auch die Weingüter Chiles besichtigen, Christian. ;-)

Kommentare:

  1. Hi,
    Glückwunsch zum Bergfest!

    Endlich wieder ein neuer blogblig.

    Araukarien wachsen übrigens auch hier, sie müssen nur in den ersten Jahren im Winter geschützt (verpackt) werden.

    Liebe Grüße, Ma

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  2. Moin auch,

    na endlich, geht doch!

    Der Weinbauer Chiles ist vielleicht Aurelio Montes. Sein Weingut liegt im Apalta-Tal, soll wohl auch alles etwas Feng Shui lastig sein :)
    Oder Haras de Pirque im Maipo Valley, der macht nicht nur sehr guten Rotwein, sondern hat auch noch eine bekannte Pferdezucht.

    Na ja, Ihr findet schon die schönsten Weingüter....
    Viel Spass.

    LG Christian.

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  3. Wenn ich mir eure Strassenfotos ansehe, macht es den Anschein, das ihr doch ziemliches Gottvertrauen in euren Bus zu haben scheint oder aber mittlerweile ziemlich genau wisst, was geht und was nicht geht. Gute Fahrt und viel Spass weiterhin. Mit meiner Karre wär da noch fünf Minuten Schluss. Gruß, Arndt

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  4. Hi folks,

    Santiago 30° sagt mein Wetterbericht. Hier sinds nearly MINUS 30° *schlotter*. Aber positiv: die Alster trägt. Erste Draufgänger sind schon unterwegs. Zum ersten Mal seit 1997. Wundervoll!

    Freu mich auf einen neuen blog bald mal *drängel* :-)

    Liebe Grüsse,
    Caroline.

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